Unsere kleinen stachelbewehrten Freunde aus dem Reich der Tiere stellen für einen Jeden von uns immer wieder aufs Neue eine interessante Begegnung dar wenn sie uns über den Weg laufen.
Die Rede ist vom Igel, einem kleinen Helfer im Garten und ein interessanter Anblick für Jung und Alt.
Heutzutage kommt es immer häufiger vor das man im eigenen Garten auf einen Igel oder gar eine ganze Igelfamilie trifft. Letzteres kann passieren wenn die Igelmutter im Gebüsch oder unter einer Hecke ein Nest für die Jungen angelegt hat.
Der Grund dafür das man die Tiere immer häufiger so nahe beim Menschen antrifft ist wie so oft die Verkleinerung seines Lebensraumes durch Rodung, Landwirtschaft und die Umwandlung der Wälder in Forste.
Sein reichhaltiger Ernährungsplan sorgt dafür das er von Gartenbesitzern durchaus gerne geduldet wird, da er sich neben Würmern auch von Schnecken, Spinnen und Insekten ernährt. Zusätzlich vergreift er sich auch hin und wieder an Eiern und im Herbst sieht man die Tiere vermehrt Samen, Nüsse, Beeren oder Fallobst verspeisen. Dies dient zur Vorbereitung auf den Winterschlaf, da der Igel möglichst kohlehydratreiche vegetarische Nahrung zu sich nimmt was zu einem Ansteigen des Blutzuckerspiegels führt.
Und eben dieser Blutzuckerspiegel wirkt bei kalten Minusgraden wie ein Frostschutzmittel.
Man sollte jedoch unbedingt darauf achten, speziell als Katzenhalter denen man Milch draussen hinstellt, das Igel die Milch zwar lieben, sie aber nicht verdauen können und schweren Durchfall davon bekommen.
Auch denken sich viele Leute das sie den Tieren etwas Gutes tun wenn sie sie aufnehmen und versuchen sie durch den Winter zu bringen, insbesondere wenn es sich um Jungtiere handelt.
Dabei gilt es jedoch einige Dinge zu beachten. In erster Linie sei erwähnt das Igel unter Naturschutz stehen und es gesetzwidrig ist ein gesundes Tier in seine Obhut aufzunehmen. Allerdings gibt es hierzu Ausnahmen, über diese sollte man sich aber schon vorher informieren.
So ist es beispielsweise erlaubt kranke, sowie abgemagerte oder verletzte Igel aufzunehmen, sie zu pflegen und möglicherweise durch den Winter zu bringen. Ratsam ist es jedoch dazu Jemanden hinzuzuziehen der bereits Erfahrung damit hat, etwa einen Wildhüter, den örtlichen Tierschutzverein oder private Tierschützer.
Genauere Informationen zur Überwinterung, sowie zum Ablaufplan was zu tun ist wenn man einen Igel findet von dem man glaubt er habe Hilfe nötig werden in den untenstehenden Links zur Verfügung gestellt.
Auf alle Fälle sollte man auch bei der Pflege des eigenen Gartens darauf achten ob unter einer Hecke, einem Gebüsch oder manchmal auch unter Abdeckplanen ein Igelnest, eventuell sogar mit Jungen darin, vorhanden ist.
Falls man auf ein solches Nest stößt oder das Muttertier beim Bau eines solchen vorfindet heißt es sich möglichst zu entfernen und die Tiere in Ruhe zu lassen. Denn wenn die Igelmutter sich gestört und bedroht fühlt kann es vorkommen das sie die Jungtiere verlässt oder sogar tötet.
Auch die Verwendung von Giften gegen die natürlichen Beutetiere der Igel wie Schnecken oder Käfer kann tödlich für die Igel enden, daher ist von einem solchen Einsatz abzuraten, zumal es viele Möglichkeiten gibt auch ohne Gift im Garten auszukommen. Der Bund Naturschutz hilft da gerne weiter.
Wer also Abends im Garten sitzt und einen Igel schnaufend vorbeihuschen sieht oder gar die Schmatzgeräusche vernimmt weil er gerade einen saftigen Wurm oder eine Schnecke verdrückt, der darf sich gerne an dem Anblick des kleinen Stacheltiers erfreuen aber sofern nicht erkennbar ist das es Probleme hat, das Tier in Ruhe seines Weges ziehen lassen.
Zu den natürlichen Feinden der Igel gehören neben Uhu, Marder, Wildschwein und Fuchs übrigens auch Hunde. Allerdings kann man Hundebesitzern nur davon abraten sie auf die Igel losgehen zu lassen, zumal es gesetzlich unter Strafe steht einen Igel zu verletzen.
Zumal bei einer solchen Begegnung der Hund jedoch ohnehin wohl die größeren Qualen erleiden würde, da Igel sich bei Gefahr zusammenrollen und so zu einem Stachelball werden, der mit bis zu 8000 Stacheln besetzt ist.
Quellen:
Tipps zur Igelhaltung je nach Jahreszeit
Infos zu Schutz und Hilfe für den Igel vom Bund Naturschutz
Weiter Tipps zur Igelpflege beim Tierschutzverein Mühlheim an der Ruhr
Checkliste bei Fund eines Igels auf "Pro Igel"
Montag, 28. Juli 2014
Mittwoch, 23. Juli 2014
Eine interessante Symbiose zwischen Tier und Pflanze
Es gibt viele Gewächse die teilweise komplexe Mechanismen zur Abwehr von Fressfeinden entwickelt haben. Dies reicht von giftigen Blättern bis hin zu spitzen Dornen.
Eine ebensolche Pflanze ist die Akazienart Myrmecophyte, welche hauptsächlich in Mexiko beheimatet ist.
Um nicht von großen Pflanzenfressenden Säugetieren verspeist zu werden sichert sie sich ihr Überleben mit langen, nadelspitzen Dornen.
Doch selbst solche Abwehrmechanismen reichen meist nicht aus um die ganze Palette an Feinden, die eine Pflanze haben kann, abzudecken. Denn auch die Evolution der Tierwelt steht nicht still und so entwickeln manche Tiere eine Resistenz gegen das Gift mancher Pflanzen oder aber sie sind so klein das die Dornen wirkungslos sind.
So ergeht es auch der oben erwähnten Myrmecophyte, die jedoch neben ihren Dornen die sie vor großen Tieren schützen auch noch eine Überraschung für die kleineren Fressfeinde wie Heuschrecken oder Zikaden parat hält.
Ihre Dornen sind nämlich im Inneren hohl und haben eine kleine Öffnung am Rand, durch den kleine aggressive Ameisen in ihr Innerstes gelangen. Die Hohlräume stellen eine ideale Behausung für die Ameisen der Gattung Pseudomyrmex dar und bieten Platz für die Eiablage sowie die Aufzucht der Larven.
Als Nahrung für die Ameisen dient ein Nektar den die Akazie an der Blattbasis absondert, der ihre kleine Privatarmee versorgt. Zusätzlich wachsen an den Blattspitzen noch kleine protein - und vitaminreiche Anschwellungen, die sogenannten Beltschen Körperchen, welche von den Ameisen leicht abgeerntet werden können und zu den Nachkommen in die hohlen Dornen transportiert werden.
Durch diesen abwechslungsreichen Speiseplan ist einerseits gewährleistet das die Ameisen sich nicht an der Pflanze selbst vergreifen und andererseits keinerlei Veranlassung haben woanders hinzugehen.
Als Gegenleistung verteidigen diese aggressiven Wächter ihr Heim und somit auch die Pflanze gegen sämtliche Einflüsse von außen. Sie greifen Heuschrecken und andere Insekten an die versuchen von der Akazie zu fressen und beißen in deren Gelenke oder in die Augen, sie setzen ihr giftiges Sekret gegen größere Feinde wie etwa Vögel oder sogar Menschen ein und sie sorgen sogar dafür das sämtliche umliegenden Nährstoffe des Bodens der Akazie zukommen indem sie im Umkreis von 40 Zentimetern um die Pflanze herum alle anderen Pflanzen beseitigen.
Sie attackieren sogar Schlingpflanzen die sich an der Akazie entlangschlingen und schneiden sie ab. Teilweise wurde sogar beobachtet das sie einen benachbarten Baum vollkommen entlaubt haben damit er der Akazie nicht das Licht raubt.
Ein Forscherteam hat diese interessante Symbiose über Jahre hinweg beobachtet und verschiedene Untersuchungen angestellt. Dabei kam unter anderem heraus das die Ameisen eine Nahrungsunverträglichkeit gegen Saccharose, was wir als Haushaltszucker kennen, besitzen.
Eben jener Zucker ist in dem Nektar der Akazie jedoch nicht enthalten.
Doch die Forscher fanden heraus das die Ameisen diese Nahrungsunverträglichkeit nicht von Geburt an besitzen, sondern erst sobald sie das erste mal den Nektar der Akazie kosten. Daraus resultierte letztlich eine genauere Untersuchung der Wirtspflanze die wie sich herausstellte dafür sorgt das der Nektar ein Enzym enthält, das das Verdauungsenzym der Ameisen hemmt und dafür sorgt das sie keine Saccharose mehr verdauen kann.
Somit bleibt den Ameisen garnichts anderes übrig als die Pflanze zu verteidigen, da sie die einzig mögliche Nahrungsquelle darstellt.
Dennoch handelt es sich um eine nahezu perfekte Symbiose von der beide Seiten enorm profitieren.
Quellen:
Artikel auf scinexx
Älterer Beitrag zum Thema auf Spiegel Online
Neuere Erkenntnisse zum Thema auf Spiegel Online
Eine ebensolche Pflanze ist die Akazienart Myrmecophyte, welche hauptsächlich in Mexiko beheimatet ist.
Um nicht von großen Pflanzenfressenden Säugetieren verspeist zu werden sichert sie sich ihr Überleben mit langen, nadelspitzen Dornen.
Doch selbst solche Abwehrmechanismen reichen meist nicht aus um die ganze Palette an Feinden, die eine Pflanze haben kann, abzudecken. Denn auch die Evolution der Tierwelt steht nicht still und so entwickeln manche Tiere eine Resistenz gegen das Gift mancher Pflanzen oder aber sie sind so klein das die Dornen wirkungslos sind.
So ergeht es auch der oben erwähnten Myrmecophyte, die jedoch neben ihren Dornen die sie vor großen Tieren schützen auch noch eine Überraschung für die kleineren Fressfeinde wie Heuschrecken oder Zikaden parat hält.
Ihre Dornen sind nämlich im Inneren hohl und haben eine kleine Öffnung am Rand, durch den kleine aggressive Ameisen in ihr Innerstes gelangen. Die Hohlräume stellen eine ideale Behausung für die Ameisen der Gattung Pseudomyrmex dar und bieten Platz für die Eiablage sowie die Aufzucht der Larven.
Als Nahrung für die Ameisen dient ein Nektar den die Akazie an der Blattbasis absondert, der ihre kleine Privatarmee versorgt. Zusätzlich wachsen an den Blattspitzen noch kleine protein - und vitaminreiche Anschwellungen, die sogenannten Beltschen Körperchen, welche von den Ameisen leicht abgeerntet werden können und zu den Nachkommen in die hohlen Dornen transportiert werden.
Durch diesen abwechslungsreichen Speiseplan ist einerseits gewährleistet das die Ameisen sich nicht an der Pflanze selbst vergreifen und andererseits keinerlei Veranlassung haben woanders hinzugehen.
Als Gegenleistung verteidigen diese aggressiven Wächter ihr Heim und somit auch die Pflanze gegen sämtliche Einflüsse von außen. Sie greifen Heuschrecken und andere Insekten an die versuchen von der Akazie zu fressen und beißen in deren Gelenke oder in die Augen, sie setzen ihr giftiges Sekret gegen größere Feinde wie etwa Vögel oder sogar Menschen ein und sie sorgen sogar dafür das sämtliche umliegenden Nährstoffe des Bodens der Akazie zukommen indem sie im Umkreis von 40 Zentimetern um die Pflanze herum alle anderen Pflanzen beseitigen.
Sie attackieren sogar Schlingpflanzen die sich an der Akazie entlangschlingen und schneiden sie ab. Teilweise wurde sogar beobachtet das sie einen benachbarten Baum vollkommen entlaubt haben damit er der Akazie nicht das Licht raubt.
Ein Forscherteam hat diese interessante Symbiose über Jahre hinweg beobachtet und verschiedene Untersuchungen angestellt. Dabei kam unter anderem heraus das die Ameisen eine Nahrungsunverträglichkeit gegen Saccharose, was wir als Haushaltszucker kennen, besitzen.
Eben jener Zucker ist in dem Nektar der Akazie jedoch nicht enthalten.
Doch die Forscher fanden heraus das die Ameisen diese Nahrungsunverträglichkeit nicht von Geburt an besitzen, sondern erst sobald sie das erste mal den Nektar der Akazie kosten. Daraus resultierte letztlich eine genauere Untersuchung der Wirtspflanze die wie sich herausstellte dafür sorgt das der Nektar ein Enzym enthält, das das Verdauungsenzym der Ameisen hemmt und dafür sorgt das sie keine Saccharose mehr verdauen kann.
Somit bleibt den Ameisen garnichts anderes übrig als die Pflanze zu verteidigen, da sie die einzig mögliche Nahrungsquelle darstellt.
Dennoch handelt es sich um eine nahezu perfekte Symbiose von der beide Seiten enorm profitieren.
Quellen:
Artikel auf scinexx
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Freitag, 27. Juni 2014
Spitzwegerich - Ein weit verbreitetes Wiesenkraut mit vielfältiger Wirkung
Im Grunde genommen kennt den Spitzwegerich fast jeder, denn er wächst und gedeiht an vielen verschiedenen Orten, doch die meisten wissen nicht das es sich um Spitzwegerich handelt.
Da unser Kräuterwissen immer mehr verkümmert ist es kaum verwunderlich das den meisten Menschen nicht bekannt ist was für eine großartige Heilpflanze meist ganz in ihrer Nähe wächst. Und anstatt raus in die Natur zu gehen und etwas von der natürlichen Apotheke zu nutzen, holen wir uns stattdessen irgendwelche Präparate die dann nur bedingt die Krankheitsbedingten Symptome lindern.
Dabei findet man die krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von etwa 5 - 50 cm erreicht fast überall: Auf Wiesen, an Wegesrändern und auf Äckern.
Ursprünglich kam er nur in Europa vor, doch inzwischen hat er sich weltweit verbreitet, was er wohl der Tatsache verdankt das er sich sowohl vegetativ als auch über Samen verbreitet. Letztere bleiben beispielsweise an Tierpfoten, Schuhen und Fahrrädern haften und werden so an entfernte Orte getragen.
Erkennbar ist die Pflanze an ihren spitzzulaufenden, langen, schmalen Blättern die aufrecht stehen und eine Rosette bilden. Er blüht zwischen Mai und September und sein Name stammt aus dem althochdeutschen und bedeutet soviel wie König des Weges (von wega = Weg; und rih = König).
Doch das wirklich besondere an ihm ist seine umfassende medizinische Wirkung. In erster Linie kommt dabei seine antibiotische Wirkung zum Tragen, welche sogar wissenschaftlich nachgewiesen ist und der des Penicillins entspricht. Darüber hinaus ist er ein ideales Mittel sowohl gegen Mückenstiche und Insektenstiche, als auch bei Wunden und Verletzungen.
Wenn man sich zum Beispiel in der freien Natur verletzt hat und weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei hat, hilft es ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze dann abdecken.
Doch nicht nur äußerlich entfaltet er seine Wirkung, auch innerlich verwendet wird er bereits seit Jahrtausenden als Hustenlöser, sowie bei Entzündungen der Rachen und Mundschleimhaut verwendet.
Selbst bei Zahnschmerzen, Ohrweh und Neuralgien kommt er zum Einsatz und ist mittlerweile auch in den Apotheken und der Medizin weit verbreitet in Form von Säften und Tinkturen.
All diese Eigenschaften brachten dieser unscheinbaren Pflanze an unseren Wegrändern und Wiesen jüngst den Titel "Arzneipflanze des Jahres 2014" ein und das zurecht wie ich finde.
Sollte also mal wieder schnelle Hilfe bei einem Wespenstich oder einer Verletzung von Nöten sein und die nächste Apotheke einige Kilometer weit weg kann dieses kleine in Vergessenheit geratene Kraut Linderung verschaffen.
Quellen:
Artikel zur Arzneipflanze des Jahres 2014
Eintrag im Natur-Lexikon
Artikel über Spitzwegerich gegen Mückenstiche auf feelgreen.de
Da unser Kräuterwissen immer mehr verkümmert ist es kaum verwunderlich das den meisten Menschen nicht bekannt ist was für eine großartige Heilpflanze meist ganz in ihrer Nähe wächst. Und anstatt raus in die Natur zu gehen und etwas von der natürlichen Apotheke zu nutzen, holen wir uns stattdessen irgendwelche Präparate die dann nur bedingt die Krankheitsbedingten Symptome lindern.
Dabei findet man die krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von etwa 5 - 50 cm erreicht fast überall: Auf Wiesen, an Wegesrändern und auf Äckern.
Ursprünglich kam er nur in Europa vor, doch inzwischen hat er sich weltweit verbreitet, was er wohl der Tatsache verdankt das er sich sowohl vegetativ als auch über Samen verbreitet. Letztere bleiben beispielsweise an Tierpfoten, Schuhen und Fahrrädern haften und werden so an entfernte Orte getragen.
Erkennbar ist die Pflanze an ihren spitzzulaufenden, langen, schmalen Blättern die aufrecht stehen und eine Rosette bilden. Er blüht zwischen Mai und September und sein Name stammt aus dem althochdeutschen und bedeutet soviel wie König des Weges (von wega = Weg; und rih = König).
Doch das wirklich besondere an ihm ist seine umfassende medizinische Wirkung. In erster Linie kommt dabei seine antibiotische Wirkung zum Tragen, welche sogar wissenschaftlich nachgewiesen ist und der des Penicillins entspricht. Darüber hinaus ist er ein ideales Mittel sowohl gegen Mückenstiche und Insektenstiche, als auch bei Wunden und Verletzungen.
Wenn man sich zum Beispiel in der freien Natur verletzt hat und weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei hat, hilft es ein paar Spitzwegerichblätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze dann abdecken.
Doch nicht nur äußerlich entfaltet er seine Wirkung, auch innerlich verwendet wird er bereits seit Jahrtausenden als Hustenlöser, sowie bei Entzündungen der Rachen und Mundschleimhaut verwendet.
Selbst bei Zahnschmerzen, Ohrweh und Neuralgien kommt er zum Einsatz und ist mittlerweile auch in den Apotheken und der Medizin weit verbreitet in Form von Säften und Tinkturen.
All diese Eigenschaften brachten dieser unscheinbaren Pflanze an unseren Wegrändern und Wiesen jüngst den Titel "Arzneipflanze des Jahres 2014" ein und das zurecht wie ich finde.
Sollte also mal wieder schnelle Hilfe bei einem Wespenstich oder einer Verletzung von Nöten sein und die nächste Apotheke einige Kilometer weit weg kann dieses kleine in Vergessenheit geratene Kraut Linderung verschaffen.
Quellen:
Artikel zur Arzneipflanze des Jahres 2014
Eintrag im Natur-Lexikon
Artikel über Spitzwegerich gegen Mückenstiche auf feelgreen.de
Samstag, 31. Mai 2014
Das schwere Erbe der flugunfähigen Vogelarten
Vögel haben Flügel und ein Gefieder, sowie ein sehr leichtes Skelett - eine ideale Ausstattung also um in die Lüfte emporzusteigen und davon zu fliegen.
Manche Vogelarten jedoch haben diese Fähigkeit im Laufe der Jahrmillionen verlernt, obwohl auch sie noch über die Merkmale ihrer fliegenden Artgenossen verfügen.
Das die flugunfähigen Vögel allesamt von fliegenden Vogelarten abstammen ist nahezu unbestritten, zumal auch so die weltweite Verbreitung flugunfähiger Arten am einfachsten zu erklären ist.
So kam es etwa dass die Urzeitvögel die Nischen in der Evolution nutzten, die entstanden nach dem Aussterben der Dinosaurier, um auf entlegenen und bis dahin isolierten Inseln und Kontinenten zu landen auf denen es in einem Zeitraum von einigen Millionen Jahren keine Fressfeinde gab die ihnen hätten gefährlich werden können.
Da sie durch diesen Umstand die Fähigkeit zu Fliegen nicht länger benötigten um vor irgendetwas zu flüchten entwickelte sich die Flugfähigkeit zurück und sie passten sich mehr an ein Leben auf dem Boden an. Dadurch das sie nicht mehr so viele Ressourcen in das Flüchten stecken mussten und sie eine Stellung innehatten die ihnen keiner streitig machte legten sie auch an Größe zu.
So entwickelten sich auf allen Kontinenten der Südhalbkugel große Laufvogelarten, von denen einige auch heute noch leben, manche auch erst vor wenigen hundert Jahren ausstarben.
Die großen heute noch lebenden Arten sind der Strauß, der sich auf dem afrikanischen Kontinent ausgebreitet hat, der Nandu aus Südamerika, der Emu in Australien, Kasuare auf Neuguinea und Kiwis auf Neuseeland.
Leider hat es jedoch in der heutigen Zeit weit mehr Nachteile für die Vogelarten die nicht mehr fliegen können, als das es ihnen Vorteile bringen würde.
Wo sie vor tausend Jahren noch perfekt an ihren Lebensraum angepasst waren und keine Feinde zu fürchten hatten, müssen sie sich jetzt vermehrt mit kleinen und größeren Raubtieren, sowie dem Menschen auseinandersetzen und verlieren diesen Kampf meist.
Neben Hunden und Katzen, die dem Menschen auf neu besiedelte Inseln und Kontinente gefolgt sind kamen auch kleinere Räuber wie etwa Ratten. Und so gibt es für einen Vogel der nur noch Laufen, aber nicht mehr Fliegen kann keinen Ausweg mehr.
Forschern zufolge gab es beispielsweise auf den pazifischen Inseln bis vor der Ankunft der ersten Siedler dort etwa 1000 Vogelarten mehr, die jedoch innerhalb von wenigen Jahrzehnten ausgerottet wurden. Das sind etwa zwei Drittel der dort ehemals heimischen Arten.
Viele dieser Vögel waren flugunfähig, aber auch die fliegenden Vögel fielen dem Exodus anheim. Und nicht nur eingeschleppte Raubtiere waren dafür verantwortlich, sondern auch der Mensch selbst. Durch das Abholzen von Wäldern und das Anlegen von Dörfern und Siedlungen schwand so mancher Lebensraum und leider zählten zu diesen Lebensräumen auch einige die Vogelarten beheimateten, welche eben nur dort vorkamen.
Durch die Hochrechnungen der Forscher und die damit verbundenen Statistiken steht der Tod dieser Arten für eines der größten, vom Menschen ausgelösten Aussterbeereignisse der Geschichte.
Ein tragisches Schicksal das ihre Artverwandten, der Dodo auf Mauritius und der Moa auf Neuseeland einige tausend Jahre später ebenso ereilte.
Bleibt zu hoffen das die noch lebenden Laufvogelarten lernen zu überleben, trotz ihrer Flugunfähigkeit und der neu erschienenen Räuber in ihrem Territorium, sowie dem Schwund ihres Lebensraumes.
Quellen:
Artikel auf National-Geographic über flugunfähige Vogelarten
Artikel über das Vogelfiasko im Pazifik auf deutschlandfunk.de
Beitrag über die Ausrottung der Vögel durch die ersten Siedler im Pazifik
Neue Studie über die Verbreitung der Laufvögel auf "der Standart"
Manche Vogelarten jedoch haben diese Fähigkeit im Laufe der Jahrmillionen verlernt, obwohl auch sie noch über die Merkmale ihrer fliegenden Artgenossen verfügen.
Das die flugunfähigen Vögel allesamt von fliegenden Vogelarten abstammen ist nahezu unbestritten, zumal auch so die weltweite Verbreitung flugunfähiger Arten am einfachsten zu erklären ist.
So kam es etwa dass die Urzeitvögel die Nischen in der Evolution nutzten, die entstanden nach dem Aussterben der Dinosaurier, um auf entlegenen und bis dahin isolierten Inseln und Kontinenten zu landen auf denen es in einem Zeitraum von einigen Millionen Jahren keine Fressfeinde gab die ihnen hätten gefährlich werden können.
Da sie durch diesen Umstand die Fähigkeit zu Fliegen nicht länger benötigten um vor irgendetwas zu flüchten entwickelte sich die Flugfähigkeit zurück und sie passten sich mehr an ein Leben auf dem Boden an. Dadurch das sie nicht mehr so viele Ressourcen in das Flüchten stecken mussten und sie eine Stellung innehatten die ihnen keiner streitig machte legten sie auch an Größe zu.
So entwickelten sich auf allen Kontinenten der Südhalbkugel große Laufvogelarten, von denen einige auch heute noch leben, manche auch erst vor wenigen hundert Jahren ausstarben.
Die großen heute noch lebenden Arten sind der Strauß, der sich auf dem afrikanischen Kontinent ausgebreitet hat, der Nandu aus Südamerika, der Emu in Australien, Kasuare auf Neuguinea und Kiwis auf Neuseeland.
Leider hat es jedoch in der heutigen Zeit weit mehr Nachteile für die Vogelarten die nicht mehr fliegen können, als das es ihnen Vorteile bringen würde.
Wo sie vor tausend Jahren noch perfekt an ihren Lebensraum angepasst waren und keine Feinde zu fürchten hatten, müssen sie sich jetzt vermehrt mit kleinen und größeren Raubtieren, sowie dem Menschen auseinandersetzen und verlieren diesen Kampf meist.
Neben Hunden und Katzen, die dem Menschen auf neu besiedelte Inseln und Kontinente gefolgt sind kamen auch kleinere Räuber wie etwa Ratten. Und so gibt es für einen Vogel der nur noch Laufen, aber nicht mehr Fliegen kann keinen Ausweg mehr.
Forschern zufolge gab es beispielsweise auf den pazifischen Inseln bis vor der Ankunft der ersten Siedler dort etwa 1000 Vogelarten mehr, die jedoch innerhalb von wenigen Jahrzehnten ausgerottet wurden. Das sind etwa zwei Drittel der dort ehemals heimischen Arten.
Viele dieser Vögel waren flugunfähig, aber auch die fliegenden Vögel fielen dem Exodus anheim. Und nicht nur eingeschleppte Raubtiere waren dafür verantwortlich, sondern auch der Mensch selbst. Durch das Abholzen von Wäldern und das Anlegen von Dörfern und Siedlungen schwand so mancher Lebensraum und leider zählten zu diesen Lebensräumen auch einige die Vogelarten beheimateten, welche eben nur dort vorkamen.
Durch die Hochrechnungen der Forscher und die damit verbundenen Statistiken steht der Tod dieser Arten für eines der größten, vom Menschen ausgelösten Aussterbeereignisse der Geschichte.
Ein tragisches Schicksal das ihre Artverwandten, der Dodo auf Mauritius und der Moa auf Neuseeland einige tausend Jahre später ebenso ereilte.
Bleibt zu hoffen das die noch lebenden Laufvogelarten lernen zu überleben, trotz ihrer Flugunfähigkeit und der neu erschienenen Räuber in ihrem Territorium, sowie dem Schwund ihres Lebensraumes.
Quellen:
Artikel auf National-Geographic über flugunfähige Vogelarten
Artikel über das Vogelfiasko im Pazifik auf deutschlandfunk.de
Beitrag über die Ausrottung der Vögel durch die ersten Siedler im Pazifik
Neue Studie über die Verbreitung der Laufvögel auf "der Standart"
Mittwoch, 14. Mai 2014
Rückkehr der wilden Katzen in Deutsche Wälder
Es muss beängstigend und doch faszinierend zugleich gewesen sein, wenn man vor ein paar Jahrhunderten durch die Waldgebiete unserer Heimat gereist ist. Denn zu jener Zeit streiften noch allerhand verschiedene Tierarten dort herum, von denen wir viele heute nur von fernen Kontinenten oder aus Zoologischen Stätten kennen.
Doch insbesondere die wilden Katzenarten finden heute vermehrt wieder den Weg zurück in die deutschen Waldgebiete.
Speziell die Wildkatze und der Luchs tauchen immer häufiger auf. Zum einen durch Wiederansiedlungen und Schutzmaßnahmen, zum anderen aber finden sie auch selbstständig den Weg zurück in alte Jagdreviere.
Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz hat schon seit geraumer Zeit ein Projekt ins Leben gerufen um den Luchs wieder im Pfälzer Wald anzusiedeln und bekommt dabei hohe Finanzspritzen von der EU, sowie dem WWF und einigen anderen Tierschutzorganisationen.
Laut WWF bildet diese zukünftige Population sogar einen wichtigen Schlüssel um die Luchse wieder dauerhaft in Mitteleuropa heimisch werden zu lassen, da der Pfälzer Wald ein Bindeglied zu der Schweiz und Frankreich darstellen könnte, wo ebenfalls ähnliche Projekte ins Leben gerufen wurden.
Doch auch andernorts gab es in den letzten Jahren und Jahrzehnten wieder vereinzelt Luchs-Sichtungen. Etwa in der Röhn oder im Bayrischen Wald.
Dabei ist es kaum verwunderlich wie gut die Tiere ihre neue alte Heimat annehmen, wenn man bedenkt das sie über Jahrtausende hinweg hier gelebt haben, bis sie vor etwa 2 Jahrhunderten wegen ihres schönen Fells und der Angst der Bauern und Landwirte vor Übergriffen auf ihr Vieh ausgerottet wurden. Nur einige wenige Exemplare haben in den zurückgezogenen Gebirgsregionen Europas überlebt.
Ganz ähnlich verhält es sich mit einem fernen Verwandten des Luchses, der Wildkatze.
Diese kleinen wilden Katzen, die etwa so groß wie die herkömmlichen Hauskatzen sind, aber über wesentlich ausgeprägtere Schnurrhaare verfügen haben genetisch nicht viel gemein mit ihren zahmen Artgenossen außer dem Aussehen, da sie von einer anderen Linie der Evolution abstammen.
Doch anders als der Luchs fand die Wildkatze den Weg zurück gänzlich selbst. Die scheuen Tiere haben sich immer sehr gut versteckt und auch wenn die Populationen stark reduziert waren gelernt in den heimischen Wäldern zu überleben. Da sie Dämmerungs und Nachtaktiv sind bekommt sie auch kaum ein Mensch wirklich zu Gesicht, man kann lediglich im Frühsommer die Jungtiere bei Waldspaziergängen schreien hören.
Aber auch die Wildkatze steht noch immer auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten, trotz steigender Zahlen. So gibt es in Deutschland inzwischen wieder schätzungsweise 5000 - 6000 Exemplare.
Auch einige Schutzmaßnahmen, sowie Projekte zur Ausbreitung der Katzen wurden ins Leben gerufen, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen vom Bundesamt für Naturschutz oder in Thüringen durch den NABU.
Dabei werden unter anderem sogenannte Lockstäbe aufgestellt die mit Baldrian besprüht werden, was als Sexuallockstoff für die Katzen dient.
Angelockt von dem Geruch reiben sich die Katzen an den Stäben und hinterlassen so Fell, anhand dessen die Naturschützer genetische Untersuchungen anstellen können.
So lässt sich etwa untersuchen ob die Populationen in verschiedenen Gebieten miteinander verwandt sind, ob Inzucht herrscht oder ob noch ein genetischer Austausch stattfindet um für die Gesundheit der Population zu garantieren.
Auch wird versucht den generellen Austausch der verschiedenen Populationen zu verbessern indem Wildtunnel und Grünbrücken angelegt werden über die die Tiere dann den Weg zu anderen Artgenossen finden können, ohne überfahren zu werden oder zu sehr in die Nähe des Menschen zu gelangen.
Die Angst der Bauern und Landwirte das die Wildkatzen ihr Vieh reißen könnten ist übrigens unbegründet, da die Hauptnahrung der kleinen Räuber aus Nagetieren wie Mäusen und Ratten besteht.
Lediglich der Luchs wäre in der Lage auch Vieh anzugreifen, doch findet er in den hiesigen Wäldern mehr als genug Wild vor, von dem es laut vieler Naturschützer ohnehin mehr als genug gibt und das vielerorts sogar eine richtige Plage darstellt. Denn die Rehe und Wildscheine richten beträchtliche Schäden an Bäumen an, indem sie die Rinde fressen oder die Wurzeln freilegen.
Auch wenn noch viel Skepsis herrscht weil es sich um wilde Raubtiere handelt so ist es dennoch schön das Arten die bereits hierzulande als ausgestorben galten wieder den Weg zurück finden. Bleibt nur zu hoffen das es gelingt sie dauerhaft wieder anzusiedeln und ihr Überleben zu sichern.
Quellen:
Artikel auf feelgreen.de zum Luchs
Artikel des WWF zum Luchs in Rheinland-Pfalz
Beitrag auf "Die Welt" zur Rückkehr der Wildkatze
Artikel über die "Rückkehr der Vertriebenen" auf schwarzwaldimpressionen.de
Doch insbesondere die wilden Katzenarten finden heute vermehrt wieder den Weg zurück in die deutschen Waldgebiete.
Speziell die Wildkatze und der Luchs tauchen immer häufiger auf. Zum einen durch Wiederansiedlungen und Schutzmaßnahmen, zum anderen aber finden sie auch selbstständig den Weg zurück in alte Jagdreviere.
Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz hat schon seit geraumer Zeit ein Projekt ins Leben gerufen um den Luchs wieder im Pfälzer Wald anzusiedeln und bekommt dabei hohe Finanzspritzen von der EU, sowie dem WWF und einigen anderen Tierschutzorganisationen.
Laut WWF bildet diese zukünftige Population sogar einen wichtigen Schlüssel um die Luchse wieder dauerhaft in Mitteleuropa heimisch werden zu lassen, da der Pfälzer Wald ein Bindeglied zu der Schweiz und Frankreich darstellen könnte, wo ebenfalls ähnliche Projekte ins Leben gerufen wurden.
Doch auch andernorts gab es in den letzten Jahren und Jahrzehnten wieder vereinzelt Luchs-Sichtungen. Etwa in der Röhn oder im Bayrischen Wald.
Dabei ist es kaum verwunderlich wie gut die Tiere ihre neue alte Heimat annehmen, wenn man bedenkt das sie über Jahrtausende hinweg hier gelebt haben, bis sie vor etwa 2 Jahrhunderten wegen ihres schönen Fells und der Angst der Bauern und Landwirte vor Übergriffen auf ihr Vieh ausgerottet wurden. Nur einige wenige Exemplare haben in den zurückgezogenen Gebirgsregionen Europas überlebt.
Ganz ähnlich verhält es sich mit einem fernen Verwandten des Luchses, der Wildkatze.
Diese kleinen wilden Katzen, die etwa so groß wie die herkömmlichen Hauskatzen sind, aber über wesentlich ausgeprägtere Schnurrhaare verfügen haben genetisch nicht viel gemein mit ihren zahmen Artgenossen außer dem Aussehen, da sie von einer anderen Linie der Evolution abstammen.
Doch anders als der Luchs fand die Wildkatze den Weg zurück gänzlich selbst. Die scheuen Tiere haben sich immer sehr gut versteckt und auch wenn die Populationen stark reduziert waren gelernt in den heimischen Wäldern zu überleben. Da sie Dämmerungs und Nachtaktiv sind bekommt sie auch kaum ein Mensch wirklich zu Gesicht, man kann lediglich im Frühsommer die Jungtiere bei Waldspaziergängen schreien hören.
Aber auch die Wildkatze steht noch immer auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten, trotz steigender Zahlen. So gibt es in Deutschland inzwischen wieder schätzungsweise 5000 - 6000 Exemplare.
Auch einige Schutzmaßnahmen, sowie Projekte zur Ausbreitung der Katzen wurden ins Leben gerufen, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen vom Bundesamt für Naturschutz oder in Thüringen durch den NABU.
Dabei werden unter anderem sogenannte Lockstäbe aufgestellt die mit Baldrian besprüht werden, was als Sexuallockstoff für die Katzen dient.
Angelockt von dem Geruch reiben sich die Katzen an den Stäben und hinterlassen so Fell, anhand dessen die Naturschützer genetische Untersuchungen anstellen können.
So lässt sich etwa untersuchen ob die Populationen in verschiedenen Gebieten miteinander verwandt sind, ob Inzucht herrscht oder ob noch ein genetischer Austausch stattfindet um für die Gesundheit der Population zu garantieren.
Auch wird versucht den generellen Austausch der verschiedenen Populationen zu verbessern indem Wildtunnel und Grünbrücken angelegt werden über die die Tiere dann den Weg zu anderen Artgenossen finden können, ohne überfahren zu werden oder zu sehr in die Nähe des Menschen zu gelangen.
Die Angst der Bauern und Landwirte das die Wildkatzen ihr Vieh reißen könnten ist übrigens unbegründet, da die Hauptnahrung der kleinen Räuber aus Nagetieren wie Mäusen und Ratten besteht.
Lediglich der Luchs wäre in der Lage auch Vieh anzugreifen, doch findet er in den hiesigen Wäldern mehr als genug Wild vor, von dem es laut vieler Naturschützer ohnehin mehr als genug gibt und das vielerorts sogar eine richtige Plage darstellt. Denn die Rehe und Wildscheine richten beträchtliche Schäden an Bäumen an, indem sie die Rinde fressen oder die Wurzeln freilegen.
Auch wenn noch viel Skepsis herrscht weil es sich um wilde Raubtiere handelt so ist es dennoch schön das Arten die bereits hierzulande als ausgestorben galten wieder den Weg zurück finden. Bleibt nur zu hoffen das es gelingt sie dauerhaft wieder anzusiedeln und ihr Überleben zu sichern.
Quellen:
Artikel auf feelgreen.de zum Luchs
Artikel des WWF zum Luchs in Rheinland-Pfalz
Beitrag auf "Die Welt" zur Rückkehr der Wildkatze
Artikel über die "Rückkehr der Vertriebenen" auf schwarzwaldimpressionen.de
Mittwoch, 23. April 2014
Das Schicksal der Feldhasen rückt zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit
Die Population der Feldhasen sorgt mit alarmierenden Zahlen für Aufsehen und zwingt sogar die Politik zum Handeln.
Die Zahlen der Junghasen sind in diesem Jahr enorm rückläufig, wofür diverse Ursachen verantwortlich sind aber natürlich wie in fast allen solchen Fällen ist der Mensch der Hauptschuldige.
Dazu sei zu erwähnen das Häsinnen im Jahr bis zu viermal Nachwuchs bekommen können und sogar wieder trächtig werden obwohl sie zu dem Zeitpunkt noch Schwanger sind wie Wissenschaftler inzwischen herausgefunden haben. Bei einem Wurf kommen dann bis zu 6 Junghasen auf die Welt die anders als bei Kaninchen recht schnell auf sich selbst gestellt sind und lernen müssen zu überleben.
Anders als Kaninchen legen Feldhasen nämlich keine Höhlen an sondern verstecken sich in sogenannten Sassen, kleinen gut gedeckten Mulden auf Gras und Ackerflächen. Dort verstecken sich auch die Junghasen tagsüber während die Mutter auf Nahrungssuche ist und erst in der Dämmerung zurückkehrt um ihre Jungen zu säugen.
Wittert ein Hase Gefahr versteckt er sich zuerst und ergreift erst im letzten Moment die Flucht, dabei kann er auf kurzen Strecken eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Stundenkilometern erreichen.
All dies macht einen Feldhasen im Grunde genommen zu einem guten Überlebenskünstler, warum also ist die Geburtenrate jetzt dermaßen rückläufig?
In erster Linie erwähnen dabei viele Jäger und Naturschützer den strengen Winter des Vorjahres, bei dem der erste Satz Junghasen sofort eingegangen ist. Dadurch wurde die Population im Allgemeinen recht stark dezimiert, aber aufgrund der starken Vermehrung sollte dies eigentlich kein Argument sein.
Daher argumentieren viele Kritiker dieser Theorie das der Hauptschuldige der Mensch sei und damit liegen sie wohl auch nicht wirklich falsch. Denn der Hase benötigt Deckungsmöglichkeiten wie Hecken, Gebüsch, hohe Gräser und ungemähte Wiesen, die in der heutigen Zeit immer seltener werden.
Zudem werden die Wildpflanzen immer weniger und ihre Vielfalt geringer, wodurch die natürliche Widerstandskraft des Hasen beeinträchtigt wird da dies die Hauptnahrung des Feldhasen darstellt und auch für ein gutes Immunsystem sorgt.
Hinzu kommen Dünger und Pestizide die vermehrt angewandt werden und so auch die Gräser und Pflanzen stark belasten die der Hase frisst.
Durch die fehlende Deckung und das schwächere Immunsystem fallen die Junghasen viel öfter Fressfeinden wie Mardern und Dachsen zum Opfer oder werden von Autos überfahren.
Da der Feldhase aber ein Symbol der Fruchtbarkeit ist und hierzulande als Osterbote und Märchengestalt mit Namen Meister Lampe bekannt ist hat sich sogar die Regierung eingeschaltet und entwickelt derzeit einen Plan zur Rettung der Feldhasen. Dabei gehe es zum Beispiel darum das Bauern und Grundstücksbesitzer dazu verpflichtet werden ökologisch besonders wertvolle Flächen für die Hasen bereitzustellen. Heißt im Klartext: Hecken pflanzen, Wildpflanzen wachsen lassen und möglichst keine umweltschädlichen Dünger und Pestizide verwenden.
Die EU stellt sogar Fördergelder für die Bauern in Aussicht um dies zu gewährleisten.
Der Naturschutzbund (NABU) sieht indes aber auch im Biogas-Boom mit dem erhöhten Mais und Raps - Anbau eine Begründung für die rückläufige Geburtenrate und pocht daher ebenso wie andere Naturschutzbehörden und Zusammenschlüsse auf alternative Möglichkeiten zur Energiegewinnung, etwa durch den Anbau verschiedener Ein und Mehrjähriger Nutzpflanzen die ähnliche Möglichkeiten bieten in Sachen Energiegewinnung wie eben Raps und Mais.
Auch verzichten mittlerweile vielerorts die Jäger in ihren Revieren auf den Abschuss der Feldhasen, da auch ihnen die schwindende Anzahl der Langohren nicht entgangen ist.
Bleibt nun abzuwarten ob die ergriffenen Maßnahmen Früchte tragen oder ob noch mehr notwendig ist um die Zukunft der süßen langohrigen Rammler zu sichern.
Quellen:
Artikel auf Süddeutsche.de
Artikel in der "Rhein-Zeitung"
Newbeitrag der Regierung auf Zeit Online
Artikel der "Bergischen Landeszeitung"
Die Zahlen der Junghasen sind in diesem Jahr enorm rückläufig, wofür diverse Ursachen verantwortlich sind aber natürlich wie in fast allen solchen Fällen ist der Mensch der Hauptschuldige.
Dazu sei zu erwähnen das Häsinnen im Jahr bis zu viermal Nachwuchs bekommen können und sogar wieder trächtig werden obwohl sie zu dem Zeitpunkt noch Schwanger sind wie Wissenschaftler inzwischen herausgefunden haben. Bei einem Wurf kommen dann bis zu 6 Junghasen auf die Welt die anders als bei Kaninchen recht schnell auf sich selbst gestellt sind und lernen müssen zu überleben.
Anders als Kaninchen legen Feldhasen nämlich keine Höhlen an sondern verstecken sich in sogenannten Sassen, kleinen gut gedeckten Mulden auf Gras und Ackerflächen. Dort verstecken sich auch die Junghasen tagsüber während die Mutter auf Nahrungssuche ist und erst in der Dämmerung zurückkehrt um ihre Jungen zu säugen.
Wittert ein Hase Gefahr versteckt er sich zuerst und ergreift erst im letzten Moment die Flucht, dabei kann er auf kurzen Strecken eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Stundenkilometern erreichen.
All dies macht einen Feldhasen im Grunde genommen zu einem guten Überlebenskünstler, warum also ist die Geburtenrate jetzt dermaßen rückläufig?
In erster Linie erwähnen dabei viele Jäger und Naturschützer den strengen Winter des Vorjahres, bei dem der erste Satz Junghasen sofort eingegangen ist. Dadurch wurde die Population im Allgemeinen recht stark dezimiert, aber aufgrund der starken Vermehrung sollte dies eigentlich kein Argument sein.
Daher argumentieren viele Kritiker dieser Theorie das der Hauptschuldige der Mensch sei und damit liegen sie wohl auch nicht wirklich falsch. Denn der Hase benötigt Deckungsmöglichkeiten wie Hecken, Gebüsch, hohe Gräser und ungemähte Wiesen, die in der heutigen Zeit immer seltener werden.
Zudem werden die Wildpflanzen immer weniger und ihre Vielfalt geringer, wodurch die natürliche Widerstandskraft des Hasen beeinträchtigt wird da dies die Hauptnahrung des Feldhasen darstellt und auch für ein gutes Immunsystem sorgt.
Hinzu kommen Dünger und Pestizide die vermehrt angewandt werden und so auch die Gräser und Pflanzen stark belasten die der Hase frisst.
Durch die fehlende Deckung und das schwächere Immunsystem fallen die Junghasen viel öfter Fressfeinden wie Mardern und Dachsen zum Opfer oder werden von Autos überfahren.
Da der Feldhase aber ein Symbol der Fruchtbarkeit ist und hierzulande als Osterbote und Märchengestalt mit Namen Meister Lampe bekannt ist hat sich sogar die Regierung eingeschaltet und entwickelt derzeit einen Plan zur Rettung der Feldhasen. Dabei gehe es zum Beispiel darum das Bauern und Grundstücksbesitzer dazu verpflichtet werden ökologisch besonders wertvolle Flächen für die Hasen bereitzustellen. Heißt im Klartext: Hecken pflanzen, Wildpflanzen wachsen lassen und möglichst keine umweltschädlichen Dünger und Pestizide verwenden.
Die EU stellt sogar Fördergelder für die Bauern in Aussicht um dies zu gewährleisten.
Der Naturschutzbund (NABU) sieht indes aber auch im Biogas-Boom mit dem erhöhten Mais und Raps - Anbau eine Begründung für die rückläufige Geburtenrate und pocht daher ebenso wie andere Naturschutzbehörden und Zusammenschlüsse auf alternative Möglichkeiten zur Energiegewinnung, etwa durch den Anbau verschiedener Ein und Mehrjähriger Nutzpflanzen die ähnliche Möglichkeiten bieten in Sachen Energiegewinnung wie eben Raps und Mais.
Auch verzichten mittlerweile vielerorts die Jäger in ihren Revieren auf den Abschuss der Feldhasen, da auch ihnen die schwindende Anzahl der Langohren nicht entgangen ist.
Bleibt nun abzuwarten ob die ergriffenen Maßnahmen Früchte tragen oder ob noch mehr notwendig ist um die Zukunft der süßen langohrigen Rammler zu sichern.
Quellen:
Artikel auf Süddeutsche.de
Artikel in der "Rhein-Zeitung"
Newbeitrag der Regierung auf Zeit Online
Artikel der "Bergischen Landeszeitung"
Mittwoch, 9. April 2014
Lichtverschmutzung gewinnt immer mehr an Bedeutung
Wir leben in einer Zeit in der es völlig normal erscheint das Großstädte rund um die Uhr und eben auch mitten in der Nacht hell erleuchtet sind.
Doch nur Wenige machen sich wirklich Gedanken darüber welche Auswirkungen diese durchgängige Beleuchtung sowohl auf uns als auch auf unsere Umwelt hat.
Die Lichtquellen sind inzwischen so zahlreich das es kaum noch wirklich dunkle Orte hierzulande gibt. Aus Häusern schimmert das Licht, Leuchtreklame und Autos erhellen die Straßen, Laternen sorgen für zusätzliche Beleuchtung. In Belgien sind beispielsweise sogar ganze Autobahnabschnitte permanent beleuchtet.
Lange Zeit störten diese Lichtquellen aber nur die Astronomen, denen es kaum noch möglich war in städtischen Observatorien Nachforschungen des Nachthimmels und den damit verbundenen möglichen Entdeckungen anzustellen.
Die Himmelsobjekte werden vom Streulicht der Siedlungen derart überstrahlt das sie fast kaum noch zu erkennen sind. Forscher fanden sogar heraus das es in Großstädten wie Berlin in klaren Nächten zehnmal heller ist als noch vor 150 Jahren.
Mittlerweile haben jedoch auch Umweltschützer erkannt welche weitreichenden Probleme das künstliche Licht haben kann. Nicht umsonst werden immer mehr Vereine und Organisationen gegründet die sich mit dem Thema befassen wie etwa "Die Initiative gegen Lichtverschmutzung - Dark Sky" oder der "Interdisziplinäre Forschungsverbund Lichtverschmutzung - Verlust der Nacht".
Und deren Argumente sind mehr als stichhaltig. Denn das Leben auf der Erde hat sich in Jahrmillionen an den Rhythmus von Tag und Nacht angepasst, gerät aber durch die künstliche Beleuchtung zunehmend aus der Bahn.
So irren Tiere beispielsweise ziellos umher oder sterben massenhaft an Laternen und Gebäudefenstern. Manche Arten vermehren sich ungebremst, wohingegen andere vor dem Licht flüchten und dadurch weniger Nachwuchs zeugen.
Weiter könnte das Licht auch das Verhältnis zwischen Räuber und Beute beeinflussen, etwa bei Eulen und Mäusen. Umgekehrt brauchen nachtaktive Tiere die Dunkelheit sowohl zur Nahrungssuche und teilweise auch zur Fortpflanzung, wie etwa die Glühwürmchen.
Auch in Seen die vom Lichterglanz erhellt werden wird das ökologische Gleichgewicht beeinflusst. Dort sinkt Plankton auf den Grund in möglichst dunkle Tiefen und zehrt dort den Sauerstoff auf der daraufhin wiederum den Fischen fehlt.
Auch an Stränden geschlüpfte Meeresschildkröten kriechen in Richtung glänzender Lichtquellen anstatt in den Ozean und verenden dann qualvoll ohne ihren eigentlichen Lebensraum, den Ozean, zu erreichen.
Das sind nur einige Beispiele der Auswirkungen die die Lichtverschmutzung auf die Fauna hat, doch gibt es noch ein weiteres Lebewesen das besonders davon betroffen ist: Der Mensch.
Denn auch unser Organismus ist von Natur aus auf einen geregelten Tag - Nachtzyklus eingestellt.
Das Hormon Melatonin, welches nach neueren medizinischen Erkenntnissen unter anderem die Bildung von Tumoren verhindert, entsteht ausschließlich im Dunkel der Nacht innerhalb der Zirbeldrüse. Dabei sorgt Licht, insbesondere die blauen Wellenlängen wie sie von vielen LED-Lampen ausgesendet werden, dafür das die Melatonin-Synthese gehemmt ist und der Körper so dieses Schutzes beraubt wird. Manche Mediziner sehen darin sogar einen Zusammenhang mit dem rasanten Anstieg von Brustkrebs.
Ein weiteres Problem des künstlichen Lichts allerorts stellt der enorme Energiebedarf dar. So verschlingt die nächtliche Beleuchtung etwa ein Viertel der weltweit erzeugten Energie - zusätzlich zu den damit verbundenen Umweltschäden durch Rohstoffabbau von Erdöl und Erdgas oder den fehlerhaften Atomreaktoren.
Da das Thema mittlerweile sogar den Weg in die Politik gefunden hat bleibt abzuwarten ob es eine Kehrtwende geben wird. Doch bis dahin gilt es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten und die Menschen über das Thema zu informieren.
Es bleibt jedoch fraglich ob wir einen wirklich gesunden Weg finden können ohne die nächtlichen Beleuchtungen gänzlich abzuschalten. Dafür haben wir uns schon zu sehr von der Natur entfremdet und lernen es nach und nach das wir auch einen Preis dafür zahlen müssen, in Form von Krankheiten und Beeinträchtigungen.
Quellen:
Artikel auf focus.de
Initiative gegen Lichtverschmutzung - "Dark Sky"
Interdisziplinärer Forschungsverbund - "Verlust der Nacht"
Doch nur Wenige machen sich wirklich Gedanken darüber welche Auswirkungen diese durchgängige Beleuchtung sowohl auf uns als auch auf unsere Umwelt hat.
Die Lichtquellen sind inzwischen so zahlreich das es kaum noch wirklich dunkle Orte hierzulande gibt. Aus Häusern schimmert das Licht, Leuchtreklame und Autos erhellen die Straßen, Laternen sorgen für zusätzliche Beleuchtung. In Belgien sind beispielsweise sogar ganze Autobahnabschnitte permanent beleuchtet.
Lange Zeit störten diese Lichtquellen aber nur die Astronomen, denen es kaum noch möglich war in städtischen Observatorien Nachforschungen des Nachthimmels und den damit verbundenen möglichen Entdeckungen anzustellen.
Die Himmelsobjekte werden vom Streulicht der Siedlungen derart überstrahlt das sie fast kaum noch zu erkennen sind. Forscher fanden sogar heraus das es in Großstädten wie Berlin in klaren Nächten zehnmal heller ist als noch vor 150 Jahren.
Mittlerweile haben jedoch auch Umweltschützer erkannt welche weitreichenden Probleme das künstliche Licht haben kann. Nicht umsonst werden immer mehr Vereine und Organisationen gegründet die sich mit dem Thema befassen wie etwa "Die Initiative gegen Lichtverschmutzung - Dark Sky" oder der "Interdisziplinäre Forschungsverbund Lichtverschmutzung - Verlust der Nacht".
Und deren Argumente sind mehr als stichhaltig. Denn das Leben auf der Erde hat sich in Jahrmillionen an den Rhythmus von Tag und Nacht angepasst, gerät aber durch die künstliche Beleuchtung zunehmend aus der Bahn.
So irren Tiere beispielsweise ziellos umher oder sterben massenhaft an Laternen und Gebäudefenstern. Manche Arten vermehren sich ungebremst, wohingegen andere vor dem Licht flüchten und dadurch weniger Nachwuchs zeugen.
Weiter könnte das Licht auch das Verhältnis zwischen Räuber und Beute beeinflussen, etwa bei Eulen und Mäusen. Umgekehrt brauchen nachtaktive Tiere die Dunkelheit sowohl zur Nahrungssuche und teilweise auch zur Fortpflanzung, wie etwa die Glühwürmchen.
Auch in Seen die vom Lichterglanz erhellt werden wird das ökologische Gleichgewicht beeinflusst. Dort sinkt Plankton auf den Grund in möglichst dunkle Tiefen und zehrt dort den Sauerstoff auf der daraufhin wiederum den Fischen fehlt.
Auch an Stränden geschlüpfte Meeresschildkröten kriechen in Richtung glänzender Lichtquellen anstatt in den Ozean und verenden dann qualvoll ohne ihren eigentlichen Lebensraum, den Ozean, zu erreichen.
Das sind nur einige Beispiele der Auswirkungen die die Lichtverschmutzung auf die Fauna hat, doch gibt es noch ein weiteres Lebewesen das besonders davon betroffen ist: Der Mensch.
Denn auch unser Organismus ist von Natur aus auf einen geregelten Tag - Nachtzyklus eingestellt.
Das Hormon Melatonin, welches nach neueren medizinischen Erkenntnissen unter anderem die Bildung von Tumoren verhindert, entsteht ausschließlich im Dunkel der Nacht innerhalb der Zirbeldrüse. Dabei sorgt Licht, insbesondere die blauen Wellenlängen wie sie von vielen LED-Lampen ausgesendet werden, dafür das die Melatonin-Synthese gehemmt ist und der Körper so dieses Schutzes beraubt wird. Manche Mediziner sehen darin sogar einen Zusammenhang mit dem rasanten Anstieg von Brustkrebs.
Ein weiteres Problem des künstlichen Lichts allerorts stellt der enorme Energiebedarf dar. So verschlingt die nächtliche Beleuchtung etwa ein Viertel der weltweit erzeugten Energie - zusätzlich zu den damit verbundenen Umweltschäden durch Rohstoffabbau von Erdöl und Erdgas oder den fehlerhaften Atomreaktoren.
Da das Thema mittlerweile sogar den Weg in die Politik gefunden hat bleibt abzuwarten ob es eine Kehrtwende geben wird. Doch bis dahin gilt es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten und die Menschen über das Thema zu informieren.
Es bleibt jedoch fraglich ob wir einen wirklich gesunden Weg finden können ohne die nächtlichen Beleuchtungen gänzlich abzuschalten. Dafür haben wir uns schon zu sehr von der Natur entfremdet und lernen es nach und nach das wir auch einen Preis dafür zahlen müssen, in Form von Krankheiten und Beeinträchtigungen.
Quellen:
Artikel auf focus.de
Initiative gegen Lichtverschmutzung - "Dark Sky"
Interdisziplinärer Forschungsverbund - "Verlust der Nacht"
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