Mittwoch, 14. Mai 2014

Rückkehr der wilden Katzen in Deutsche Wälder

Es muss beängstigend und doch faszinierend zugleich gewesen sein, wenn man vor ein paar Jahrhunderten durch die Waldgebiete unserer Heimat gereist ist. Denn zu jener Zeit streiften noch allerhand verschiedene Tierarten dort herum, von denen wir viele heute nur von fernen Kontinenten oder aus Zoologischen Stätten kennen.

Doch insbesondere die wilden Katzenarten finden heute vermehrt wieder den Weg zurück in die deutschen Waldgebiete.

Speziell die Wildkatze und der Luchs tauchen immer häufiger auf. Zum einen durch Wiederansiedlungen und Schutzmaßnahmen, zum anderen aber finden sie auch selbstständig den Weg zurück in alte Jagdreviere.

Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz hat schon seit geraumer Zeit ein Projekt ins Leben gerufen um den Luchs wieder im Pfälzer Wald anzusiedeln und bekommt dabei hohe Finanzspritzen von der EU, sowie dem WWF und einigen anderen Tierschutzorganisationen.
Laut WWF bildet diese zukünftige Population sogar einen wichtigen Schlüssel um die Luchse wieder dauerhaft in Mitteleuropa heimisch werden zu lassen, da der Pfälzer Wald ein Bindeglied zu der Schweiz und Frankreich darstellen könnte, wo ebenfalls ähnliche Projekte ins Leben gerufen wurden.
Doch auch andernorts gab es in den letzten Jahren und Jahrzehnten wieder vereinzelt Luchs-Sichtungen. Etwa in der Röhn oder im Bayrischen Wald.

Dabei ist es kaum verwunderlich wie gut die Tiere ihre neue alte Heimat annehmen, wenn man bedenkt das sie über Jahrtausende hinweg hier gelebt haben, bis sie vor etwa 2 Jahrhunderten wegen ihres schönen Fells und der Angst der Bauern und Landwirte vor Übergriffen auf ihr Vieh ausgerottet wurden. Nur einige wenige Exemplare haben in den zurückgezogenen Gebirgsregionen Europas überlebt.

Ganz ähnlich verhält es sich mit einem fernen Verwandten des Luchses, der Wildkatze.
Diese kleinen wilden Katzen, die etwa so groß wie die herkömmlichen Hauskatzen sind, aber über wesentlich ausgeprägtere Schnurrhaare verfügen haben genetisch nicht viel gemein mit ihren zahmen Artgenossen außer dem Aussehen, da sie von einer anderen Linie der Evolution abstammen.

Doch anders als der Luchs fand die Wildkatze den Weg zurück gänzlich selbst. Die scheuen Tiere haben sich immer sehr gut versteckt und auch wenn die Populationen stark reduziert waren gelernt in den heimischen Wäldern zu überleben. Da sie Dämmerungs und Nachtaktiv sind bekommt sie auch kaum ein Mensch wirklich zu Gesicht, man kann lediglich im Frühsommer die Jungtiere bei Waldspaziergängen schreien hören.

Aber auch die Wildkatze steht noch immer auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten, trotz steigender Zahlen. So gibt es in Deutschland inzwischen wieder schätzungsweise 5000 - 6000 Exemplare.
Auch einige Schutzmaßnahmen, sowie Projekte zur Ausbreitung der Katzen wurden ins Leben gerufen, beispielsweise in Nordrhein-Westfalen vom Bundesamt für Naturschutz oder in Thüringen durch den NABU.

Dabei werden unter anderem sogenannte Lockstäbe aufgestellt die mit Baldrian besprüht werden, was als Sexuallockstoff für die Katzen dient.
Angelockt von dem Geruch reiben sich die Katzen an den Stäben und hinterlassen so Fell, anhand dessen die Naturschützer genetische Untersuchungen anstellen können.
So lässt sich etwa untersuchen ob die Populationen in verschiedenen Gebieten miteinander verwandt sind, ob Inzucht herrscht oder ob noch ein genetischer Austausch stattfindet um für die Gesundheit der Population zu garantieren.

Auch wird versucht den generellen Austausch der verschiedenen Populationen zu verbessern indem Wildtunnel und Grünbrücken angelegt werden über die die Tiere dann den Weg zu anderen Artgenossen finden können, ohne überfahren zu werden oder zu sehr in die Nähe des Menschen zu gelangen.

Die Angst der Bauern und Landwirte das die Wildkatzen ihr Vieh reißen könnten ist übrigens unbegründet, da die Hauptnahrung der kleinen Räuber aus Nagetieren wie Mäusen und Ratten besteht.
Lediglich der Luchs wäre in der Lage auch Vieh anzugreifen, doch findet er in den hiesigen Wäldern mehr als genug Wild vor, von dem es laut vieler Naturschützer ohnehin mehr als genug gibt und das vielerorts sogar eine richtige Plage darstellt. Denn die Rehe und Wildscheine richten beträchtliche Schäden an Bäumen an, indem sie die Rinde fressen oder die Wurzeln freilegen.

Auch wenn noch viel Skepsis herrscht weil es sich um wilde Raubtiere handelt so ist es dennoch schön das Arten die bereits hierzulande als ausgestorben galten wieder den Weg zurück finden. Bleibt nur zu hoffen das es gelingt sie dauerhaft wieder anzusiedeln und ihr Überleben zu sichern.


Quellen:
Artikel auf feelgreen.de zum Luchs

Artikel des WWF zum Luchs in Rheinland-Pfalz

Beitrag auf "Die Welt" zur Rückkehr der Wildkatze

Artikel über die "Rückkehr der Vertriebenen" auf schwarzwaldimpressionen.de

Mittwoch, 23. April 2014

Das Schicksal der Feldhasen rückt zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit

Die Population der Feldhasen sorgt mit alarmierenden Zahlen für Aufsehen und zwingt sogar die Politik zum Handeln.
Die Zahlen der Junghasen sind in diesem Jahr enorm rückläufig, wofür diverse Ursachen verantwortlich sind aber natürlich wie in fast allen solchen Fällen ist der Mensch der Hauptschuldige.

Dazu sei zu erwähnen das Häsinnen im Jahr bis zu viermal Nachwuchs bekommen können und sogar wieder trächtig werden obwohl sie zu dem Zeitpunkt noch Schwanger sind wie Wissenschaftler inzwischen herausgefunden haben. Bei einem Wurf kommen dann bis zu 6 Junghasen auf die Welt die anders als bei Kaninchen recht schnell auf sich selbst gestellt sind und lernen müssen zu überleben.

Anders als Kaninchen legen Feldhasen nämlich keine Höhlen an sondern verstecken sich in sogenannten Sassen, kleinen gut gedeckten Mulden auf Gras und Ackerflächen. Dort verstecken sich auch die Junghasen tagsüber während die Mutter auf Nahrungssuche ist und erst in der Dämmerung zurückkehrt um ihre Jungen zu säugen.
Wittert ein Hase Gefahr versteckt er sich zuerst und ergreift erst im letzten Moment die Flucht, dabei kann er auf kurzen Strecken eine Geschwindigkeit von bis zu 70 Stundenkilometern erreichen.

All dies macht einen Feldhasen im Grunde genommen zu einem guten Überlebenskünstler, warum also ist die Geburtenrate jetzt dermaßen rückläufig?
In erster Linie erwähnen dabei viele Jäger und Naturschützer den strengen Winter des Vorjahres, bei dem der erste Satz Junghasen sofort eingegangen ist. Dadurch wurde die Population im Allgemeinen recht stark dezimiert, aber aufgrund der starken Vermehrung sollte dies eigentlich kein Argument sein.
Daher argumentieren viele Kritiker dieser Theorie das der Hauptschuldige der Mensch sei und damit liegen sie wohl auch nicht wirklich falsch. Denn der Hase benötigt Deckungsmöglichkeiten wie Hecken, Gebüsch, hohe Gräser und ungemähte Wiesen, die in der heutigen Zeit immer seltener werden.
Zudem werden die Wildpflanzen immer weniger und ihre Vielfalt geringer, wodurch die natürliche Widerstandskraft des Hasen beeinträchtigt wird da dies die Hauptnahrung des Feldhasen darstellt und auch für ein gutes Immunsystem sorgt.
Hinzu kommen Dünger und Pestizide die vermehrt angewandt werden und so auch die Gräser und Pflanzen stark belasten die der Hase frisst.

Durch die fehlende Deckung und das schwächere Immunsystem fallen die Junghasen viel öfter Fressfeinden wie Mardern und Dachsen zum Opfer oder werden von Autos überfahren.

Da der Feldhase aber ein Symbol der Fruchtbarkeit ist und hierzulande als Osterbote und Märchengestalt mit Namen Meister Lampe bekannt ist hat sich sogar die Regierung eingeschaltet und entwickelt derzeit einen Plan zur Rettung der Feldhasen. Dabei gehe es zum Beispiel darum das Bauern und Grundstücksbesitzer dazu verpflichtet werden ökologisch besonders wertvolle Flächen für die Hasen bereitzustellen. Heißt im Klartext: Hecken pflanzen, Wildpflanzen wachsen lassen und möglichst keine umweltschädlichen Dünger und Pestizide verwenden.
Die EU stellt sogar Fördergelder für die Bauern in Aussicht um dies zu gewährleisten.

Der Naturschutzbund (NABU) sieht indes aber auch im Biogas-Boom mit dem erhöhten Mais und Raps - Anbau eine Begründung für die rückläufige Geburtenrate und pocht daher ebenso wie andere Naturschutzbehörden und Zusammenschlüsse auf alternative Möglichkeiten zur Energiegewinnung, etwa durch den Anbau verschiedener Ein und Mehrjähriger Nutzpflanzen die ähnliche Möglichkeiten bieten in Sachen Energiegewinnung wie eben Raps und Mais.

Auch verzichten mittlerweile vielerorts die Jäger in ihren Revieren auf den Abschuss der Feldhasen, da auch ihnen die schwindende Anzahl der Langohren nicht entgangen ist.

Bleibt nun abzuwarten ob die ergriffenen Maßnahmen Früchte tragen oder ob noch mehr notwendig ist um die Zukunft der süßen langohrigen Rammler zu sichern.

Quellen:
Artikel auf Süddeutsche.de

Artikel in der "Rhein-Zeitung"

Newbeitrag der Regierung auf Zeit Online

Artikel der "Bergischen Landeszeitung"

Mittwoch, 9. April 2014

Lichtverschmutzung gewinnt immer mehr an Bedeutung

Wir leben in einer Zeit in der es völlig normal erscheint das Großstädte rund um die Uhr und eben auch mitten in der Nacht hell erleuchtet sind.
Doch nur Wenige machen sich wirklich Gedanken darüber welche Auswirkungen diese durchgängige Beleuchtung sowohl auf uns als auch auf unsere Umwelt hat.

Die Lichtquellen sind inzwischen so zahlreich das es kaum noch wirklich dunkle Orte hierzulande gibt. Aus Häusern schimmert das Licht, Leuchtreklame und Autos erhellen die Straßen, Laternen sorgen für zusätzliche Beleuchtung. In Belgien sind beispielsweise sogar ganze Autobahnabschnitte permanent beleuchtet.

Lange Zeit störten diese Lichtquellen aber nur die Astronomen, denen es kaum noch möglich war in städtischen Observatorien Nachforschungen des Nachthimmels und den damit verbundenen möglichen Entdeckungen anzustellen.
Die Himmelsobjekte werden vom Streulicht der Siedlungen derart überstrahlt das sie fast kaum noch zu erkennen sind. Forscher fanden sogar heraus das es in Großstädten wie Berlin in klaren Nächten zehnmal heller ist als noch vor 150 Jahren.

Mittlerweile haben jedoch auch Umweltschützer erkannt welche weitreichenden Probleme das künstliche Licht haben kann. Nicht umsonst werden immer mehr Vereine und Organisationen gegründet die sich mit dem Thema befassen wie etwa "Die Initiative gegen Lichtverschmutzung - Dark Sky" oder der "Interdisziplinäre Forschungsverbund Lichtverschmutzung - Verlust der Nacht".

Und deren Argumente sind mehr als stichhaltig. Denn das Leben auf der Erde hat sich in Jahrmillionen an den Rhythmus von Tag und Nacht angepasst, gerät aber durch die künstliche Beleuchtung zunehmend aus der Bahn.
So irren Tiere beispielsweise ziellos umher oder sterben massenhaft an Laternen und Gebäudefenstern. Manche Arten vermehren sich ungebremst, wohingegen andere vor dem Licht flüchten und dadurch weniger Nachwuchs zeugen.
Weiter könnte das Licht auch das Verhältnis zwischen Räuber und Beute beeinflussen, etwa bei Eulen und Mäusen. Umgekehrt brauchen nachtaktive Tiere die Dunkelheit sowohl zur Nahrungssuche und teilweise auch zur Fortpflanzung, wie etwa die Glühwürmchen.
Auch in Seen die vom Lichterglanz erhellt werden wird das ökologische Gleichgewicht beeinflusst. Dort sinkt Plankton auf den Grund in möglichst dunkle Tiefen und zehrt dort den Sauerstoff auf der daraufhin wiederum den Fischen fehlt.
Auch an Stränden geschlüpfte Meeresschildkröten kriechen in Richtung glänzender Lichtquellen anstatt in den Ozean und verenden dann qualvoll ohne ihren eigentlichen Lebensraum, den Ozean, zu erreichen.

Das sind nur einige Beispiele der Auswirkungen die die Lichtverschmutzung auf die Fauna hat, doch gibt es noch ein weiteres Lebewesen das besonders davon betroffen ist: Der Mensch.
Denn auch unser Organismus ist von Natur aus auf einen geregelten Tag - Nachtzyklus eingestellt.
Das Hormon Melatonin, welches nach neueren medizinischen Erkenntnissen unter anderem die Bildung von Tumoren verhindert, entsteht ausschließlich im Dunkel der Nacht innerhalb der Zirbeldrüse. Dabei sorgt Licht, insbesondere die blauen Wellenlängen wie sie von vielen LED-Lampen ausgesendet werden, dafür das die Melatonin-Synthese gehemmt ist und der Körper so dieses Schutzes beraubt wird. Manche Mediziner sehen darin sogar einen Zusammenhang mit dem rasanten Anstieg von Brustkrebs.

Ein weiteres Problem des künstlichen Lichts allerorts stellt der enorme Energiebedarf dar. So verschlingt die nächtliche Beleuchtung etwa ein Viertel der weltweit erzeugten Energie - zusätzlich zu den damit verbundenen Umweltschäden durch Rohstoffabbau von Erdöl und Erdgas oder den fehlerhaften Atomreaktoren.

Da das Thema mittlerweile sogar den Weg in die Politik gefunden hat bleibt abzuwarten ob es eine Kehrtwende geben wird. Doch bis dahin gilt es noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten und die Menschen über das Thema zu informieren.
Es bleibt jedoch fraglich ob wir einen wirklich gesunden Weg finden können ohne die nächtlichen Beleuchtungen gänzlich abzuschalten. Dafür haben wir uns schon zu sehr von der Natur entfremdet und lernen es nach und nach das wir auch einen Preis dafür zahlen müssen, in Form von Krankheiten und Beeinträchtigungen.


Quellen:
Artikel auf focus.de

Initiative gegen Lichtverschmutzung - "Dark Sky"

Interdisziplinärer Forschungsverbund - "Verlust der Nacht"

Montag, 31. März 2014

Kein Walfang mehr im Antarktischen Ozean

Ein großer Schritt wurde begangen in Sachen Schutz der Umwelt und Schutz der Arten. Ein Gericht der Vereinten Nationen hat jetzt den Walfang der Japanischen Walfangflotte komplett verboten.

Bislang jagten die Japaner unter dem Deckmantel der Wissenschaft, angeblich zu Forschungszwecken, weiterhin Wale im Südpolarmeer. Obwohl die internationale Walfangkommission im Jahr 1986 den Walfang zu kommerziellen Zwecken weltweit untersagt hatte, machten die Japaner weiterhin Jagd auf die großen Meeressäuger. Sie gaben an die Tiere lediglich zu Forschungszwecken zu jagen und betrieben ihr Programm "JARPA II", indem sie die Möglichkeit des kommerziellen Walfangs erforschen wollten ohne die Tiere dabei zu töten. Da es jedoch fast keinerlei wissenschaftliche Publikationen dazu gab und die Zahl der getöteten Tiere als viel zu hoch eingestuft wurde urteilte das UN-Gericht in Den Haag zu Gunsten der Tiere.

Im Jahr 2010 wurde der Stein des Anstoßes von der Australischen Regierung ins Rollen gebracht die vor dem IGH Klage gegen die Japaner eingereicht hatten.

Bereits vor einigen Monaten schrieb ich einen Bericht über den Walfang in der Antarktis in dem auch die "Sea Shepheard", eine Umweltschutzorganisation die sich dem Schutz der Wale verschrieben hat, Erwähnung fand. Jene Schutzorganisation half auch entscheidend mit bei der Aufklärung und dem Aufdecken des illegalen Handelns der Japanischen Walfänger.
Ebenso wie die "Sea Shepherds" zeigten sich etliche Tierschützer und Umweltschutzorganisationen weltweit erfreut über das Urteil des UN-Gerichts.

Sandra Altherr von der Organisation "Pro Wildlife" nannte es eine Schallende Ohrfeige für den Japanischen Walfang. Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, meinte dieses Urteil sei längst überfällig gewesen.

Und ganz Unrecht hat er mit dieser Aussage nicht, denn die Japaner haben in den letzten 20 Jahren über 100000 Großwale getötet, alles unter dem Deckmantel der Forschung. Dabei machten sie jedoch keinerlei Hehl daraus das das Fleisch letzten Endes auf dem Markt landet, da Walspeck in Japan als Delikatesse gilt und 100g Preise von bis zu 2000 Yen, umgerechnet 14 €, bringen.

Alles in allem ist dies ein bedeutender Schritt zum Schutz der riesigen Tiere. So sieht es auch "Sea Shepherd", nach deren Angaben dieses Verbot überlebenswichtig ist für die Tiere, die trotzdem noch immer Bedrohungen wie Umweltverschmutzung, Klimaerwärmung und dem steigenden Risiko von Schiffskollisionen ausgesetzt sind.

Hinzu kommt das nicht nur Japan Walfang betreibt, sondern auch Norwegen und Island dies trotz internationalem Verbot auch heute noch zu kommerziellen Zwecken tun. Beide Nationen berufen sich dabei darauf das dies in ihren Traditionen verankert sei.

Bleibt zu hoffen das dies nur der erste Schritt im Kampf gegen das Abschlachten der größten Meeressäuger ist und das Urteil eine gewisse Nachwirkung besitzt, dem noch andere folgen werden.

Quellen:
Bericht auf feelgreen.de

Bericht auf "Die Welt"

Bezugnehmender Artikel auf dem Fauna und Flora Blog zur neuen Walfangsaison

Freitag, 14. März 2014

Thüringer Elefantenjäger verliert seinen Posten als Spitzenbeamter

Anfang Februar 2014 gab es ein großes Medienecho wegen eines Skandals der das Umweltministerium in Thüringen erschütterte.

Grund war eine Jagdsafari in Botswana. Dort hatte Anfang Dezember 2013 der Spitzenbeamte und Zentralabteilungsleiter Udo Wedekind einen Afrikanischen Elefanten erlegt und sich danach als er wieder zuhause war in einer E-Mail an seine Kollegen im Umweltministerium mit den Bildern seiner erlegten Beute gebrüstet.

Auch schilderte er die Jagd wohl sehr genau und meinte das sie körperlich sehr anstrengend gewesen sei.
Ebenfalls war er der Meinung das das Resultat mehr als respektabel gewesen sei: 3 Tonnen schwer und Stoßzähne von bis zu 72 cm Länge.
Dabei soll es sehr lange gedauert haben bis das Tier zur Strecke gebracht worden sei und er habe mehr als 20 Schüsse auf den Elefanten abgefeuert, während dieser die ganze Zeit über versucht habe zu fliehen.

Makaber, vor allem wenn man bedenkt das das Umweltministerium auch für den Artenschutz zuständig ist und Udo Wedekind bis dahin Abteilungsleiter des selbigen war.
Hinzu kommt das seine Vorgesetzten anfangs keinesfalls Handlungsbedarf sahen und es für sie auch kein Problem darzustellen schien.
So erklärte ein Sprecher von Umweltminister Jürgen Rheinholz nach Angaben der Thüringer Allgemeinen beispielsweise das es nicht von Interesse sei was Beamte in ihrer Freizeit täten, solange sie sich an Recht und Gesetz hielten.

Das dieses Statement etwas verfrüht abgegeben wurde zeigten die dann folgenden Abläufe.

Nachdem es einige Protestaktionen gegeben hatte, unter anderem von "Rettet den Regenwald e.V.", und es zu einem immer größeren Aufschrei der Bevölkerung kam aufgrund des sich in den Medien verbreitenden Themas wurde Udo Wedekind kurzerhand nach kurzer Prüfung des Sachverhaltes seines Amtes enthoben.

Einsichtig zeigte sich der Hobby-Wilderer jedoch nicht. Der Thüringischen Landeszeitung sagte er: "Meine ganze Bude ist voll von toten und lebenden Tieren" und verteidigte damit seinen Jagdtrieb bis zuletzt.

Diese Aussage dürfte jedoch das Fass zum Überlaufen gebracht haben und einigen Leuten sehr auf den Magen geschlagen haben, denn inzwischen steht Udo Wedekind unter Polizeischutz, da er zahlreiche E-Mails und Anrufe bekommen habe und sich darunter auch diverse Morddrohungen befanden.

Der Thüringer Allgemeinen sagte er daraufhin das er verstehe das es Menschen gibt die das Jagen abscheulich finden. Er erwarte aber umgekehrt, das es toleriert wird, wenn er und andere gern Jäger sind.


Alles in allem fragt man sich da doch wie so jemand in einen der höchsten Posten des Umweltministeriums gelangen konnte.

Bleibt nur zu hoffen das er in Zukunft nicht mehr genug Geld für solche Aktivitäten aufbringen kann oder endlich daraus lernt und sich dem widmet was er während seiner Zeit als Beamten hätte tun sollen: Dem Schutz der Tiere und der Umwelt.


Quellen:
Artikel auf "Spiegel Online"

Protestaktion von "Rettet den Regenwald e.V."

Protestaktion der PETA

Sonntag, 2. März 2014

Kleine amerikanische Pfeifhasen sind echte Überlebenkünstler

Kleine Nagetiere sind hierzulande weit verbreitet und auch durchaus bekannt, doch handelt es sich dabei meist um Mäuse, Ratten, Hamster oder ähnliche. Der amerikanische Pfeifhase (Ochotona princeps) gehört jedoch nicht unbedingt zu den Tierarten die in aller Munde sind.
Dabei sind die kleinen Nager wahre Überlebenskünstler die in unwirtlichen Regionen leben und sogar dem Klimawandel trotzen.

Grund dafür ist eine interessante Eigenschaft der kleinen Häschen die Forscher in einer über 2 Jahre andauernden Studie beobachtet haben. Dabei handelt es sich um das Hauptnahrungsmittel der Pfeifhasen, nämlich Moos, sowie die von Hasen und Meerschweinchen bekannte Eigenart ihren Kot mehrfach zu fressen.
Diese Tiere lassen Bakterien in ihrem Blinddarm die Faserstoffe aufspalten und scheiden die so entstandenen Blinddarmpellets aus. Wenn sie diese Pellets erneut fressen, können sie so die Abbauprodukte der Bakterien verwerten.

Eine solche Eigenschaft ist auch zwingend erforderlich wenn der Speiseplan wie der des Pfeifhasen hauptsächlich aus Moosen und Flechten besteht die zu 80% aus Ballaststoffen bestehen.
Es wäre ein bisschen so wie sich ausschließlich von Papier zu ernähren. Aber genau das macht den Pfeifhasen, auch Pika genannt, so Überlebensfähig.

Die kleinen Tiere die nur bis zu etwa 20cm groß werden leben gewöhnlich in kühleren Hoch und Mittelgebirgsregionen. Dort bilden sie kleine Kolonien, innerhalb derer aber jedes Tier seinen eigenen Bau besitzt und diesen auch gegen Artgenossen verteidigt. Diese Bauten werden meist unter Steinen oder Büschen angelegt, wo sie besser geschützt sind vor Raubtieren wie dem Kojoten.

Wie die Studie der Forscher jedoch belegt können sie auch problemlos in wärmeren Regionen überleben. Dort haben sie die Tiere in den 2 Jahren über 220 Stunden lang beobachtet, vor allem von Juni bis August. Die Tagaktiven kleinen Nager kamen nur selten auf das offene Gelände hervor und fraßen das Moos zwischen den Felsspalten. So waren sie sowohl vor ihren Fressfeinden wie Mardern und Wieseln gut geschützt, die sie kaum zu sehen bekamen, als auch vor der Sommerhitze.

Der Pika ist ein wirklich erstaunliches kleines Kerlchen, das es schafft in den unterschiedlichsten Regionen und unter den verschiedensten klimatischen Bedingungen zu überleben. Und ebendies veranlasst die Forscher dazu zu glauben das er durchaus in der Lage sei den Klimawandel ohne größere Probleme zu überstehen.

Quellen:


Samstag, 22. Februar 2014

Bienenseuchen breiten sich weiter aus und befallen inzwischen sogar Hummeln

Das es unter den Honigbienen und Wildbienen inzwischen tödliche Krankheiten gibt die sich rasant ausbreiten und ganze Bienenvölker auslöschen können ist schon lange bekannt. Neue Erkenntnisse zeigen jedoch das diese Seuchen auch auf verwandte Tierarten übergreifen, wie jetzt bei den Hummeln deutlich wird.

Ein deutsch-britisches Forscherteam fand heraus das sowohl das tödliche Flügeldeformationsvirus, als auch der parasitische Einzeller Nosema ceranae sich von Bienen auf Hummeln überträgt. Dabei sorgt die Infektion mit dem Flügeldeformationsvirus (DWV) dafür das die Umwandlung von der Larve zur Jungbiene gestört wird und das Insekt so mit verkümmerten Flügeln zum Tod verurteilt ist. Nosema ceranae hingegen befällt hauptsächlich Arbeiterinnen und löst dabei tödliche Veränderungen der Verdauungsorgane aus.

Beide Krankheiten galten bisher als Bienenspezifisch. Dies konnten die Forscher jedoch inzwischen widerlegen. Sowohl in Laborversuchen bei denen sie feststellen konnten das die Hummeln sich mit den Krankheiten infizierten, als auch bei Standortproben, bei denen eine gewisse Anzahl an Hummeln und Bienen aus verschiedenen Gegenden entnommen und untersucht wurden, stellten sie den Befall der beiden Erreger fest.

Die Übertragung erfolgt demnach wohl an den jeweiligen Pflanzen die die Insekten bestäuben. Wenn eine Hummel Nektar von einer Blüte saugt die vorher von einer infizierten Biene besucht wurde so steckt auch sie sich daran an.

Bisher keine Ansteckung scheint es bei der sogenannten "Amerikanischen Faulbrut" zu geben, einer Krankheit bei der ein Bakterium die Bienenlarve in ihrer Wabe zersetzt und nur braunen Schleim übrig lässt.
Unter den Honigbienen ist diese Seuche weit verbreitet und es gibt wenn in einer Gegend ein Auftreten bekannt wird sofort weitreichende Sperr und Quarantäne - Maßnahmen. Viele Imker haben dadurch bereits ihren gesamten Bestand an Bienen verloren. Da die Seuche früher oder später ohnehin unweigerlich zum Tod des gesamten Schwarms führen würde werden sie von den Tierärzten ausgeräuchert und die Bienenstöcke verbrannt um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Leider kann sich durch den globalen Handel und die kommerzielle Zucht von Bienen die Lage noch erheblich verschlechtern was all diese Krankheiten betrifft.
Kontrollmaßnahmen bei Importen sind schwer durchzuführen. Tierschützer und Veterinäre setzen daher darauf diejenigen die mit Honigbienen umgehen das nötige Wissen und Kenntnis der Methoden besitzen um mit den jeweiligen Krankheiten umgehen zu können.

Bleibt zu hoffen das sowohl die Maßnahmen zum Schutz und zur Eindämmung greifen, aber auch das diese wundervollen Insekten stark genug sind diese Epidemien zu überstehen und weiter bestehen.
Ein Verschwinden dieser summenden kleinen Bestäuber wäre nicht nur sehr schade, es käme auch einem ökologischen Kollaps gleich, der ungeahnte Folgen auf alle anderen Lebewesen hätte, da ein Teil des natürlichen Gleichgewichtes verloren gegangen wäre.

Quellen:
Artikel auf scinexx

Bericht der WZ über die "Amerikanische Faulbrut"